Fragen zu Antworten: Investition – Gemeindeausgaben – ÖPNV-Subvention

Pro Seilbahn Brixen mit dem Anspruch bestmöglichst über Vor- und Nachteile des Projekts zu berichten, bedient sich dabei eines Fragen/Antworten-Katalogs:

Quelle: Pro Seilbahn Brixen (2013-03-31)

Quelle: Pro Seilbahn Brixen (2013-03-31)

Die Aufteilung der “geplanten” Investition von 35 Millionen auf Land, privater Investor und Gemeinde: Nehmen wir an, dass die Gemeinde die Plose retten will und das Land 20 Millionen übrig hat, um ein Großprojekt zu finanzieren. Aber der private Investor, der will auch Rendite sehen für seine Investition. Er muss nicht die Ansprüche eines Herrn Ackermann (25% Rendite vor Steuern) stellen, nehmen wir nur zum einfachen Rechnen ca. 8,4%, dann muss die Seilbahn neben den Betriebskosten (man spricht von mindestens 1.2 Mio/Jahr) in 20 Jahren zusätzlich 40 Millionen Kapitalrendite erwirtschaften. Ohne kalkulatorischen Gewinn und linear aufgeteilt wären es dann mehr als 3,2 Mio/Jahr.

Quelle: Pro Seilbahn Brixen (2013-03-31)

Quelle: Pro Seilbahn Brixen (2013-03-31)

Die Fahrtpreise sind ungefähr geklärt. Ob man zu Berechnung nun die Strecke der Gondel oder die der Straße verwendet, wollen wir hier nicht näher erörtern und gehen von einen einfachen Preis von 80 Cent aus.

Mit den bisherigen Zahlen beginnt die Gewinnschwelle bei > 4 Mio Fahrten/Jahr

Quelle: Pro Seilbahn Brixen (2013-03-31)

Quelle: Pro Seilbahn Brixen (2013-03-31)

Halten wir fest: keine weiteren Folgekosten. Nicht weil sie nicht entstehen können, sondern, weil die Gemeinde Brixen sie nicht bezahlen kann.

Schon interessant: Die Plose Ski AG, die das Schicksal des Plosebergs sehr kritisch sieht, kann sich vorstellen 10 Millionen zu investieren, wenn sie die Seilbahn 20 Jahre betreiben kann. Die Einschränkung auf den Bahnhof erlaubt phantasievolle Gedanken.

Quelle: Pro Seilbahn Brixen (2013-03-31)

Quelle: Pro Seilbahn Brixen (2013-03-31)

Der BM Albert Pürgstaller spricht aus, was alle wissen: der öffentliche Nahverkehr wird vom Staat/Land/Gemeinde subventioniert, um die Fahrpreise in einem vertretbaren Rahmen zu halten und das ist auch gut so. Wenn dann aber gerade der Citybus-Dienst so viel an Subvention benötigt, obwohl pro Fahrt innerhalb von 1 h immer mindestens die 10 km bezahlt werden müssen und die Busse im Sadtbereich meist gut belegt sind und der Betreiber sich ja nicht am Straßenbau beteiligen muss, dann stellt sich schon die Frage: Wieviel muss dann erst die Seilbahn subventioniert werden, damit die einfache Fahrt bei 80 Cent bleibt?

Gibt es unter der Annahme, dass ein Betreiber für 20 Jahre die Konzession erhält, und  neben den laufenden Betriebskosten auch den Kapitaleinsatz von 10 Mio (mit Zinsen) erwirtschaften muss, eine gewinnbringende Auslastung bei einem Fahrpreis von 80 Cent? Wie hoch ist sie?

Es ist aber anzunehmen, dass ohne Subvention so eine Seilbahn nicht zu betreiben ist. Deshalb:

Wer zahlt wieviel Subventionen an wen ?

Es ist uns nicht gleichgültig, wieviel die Allgemeinheit für eine Seilbahnfahrt subventionieren müsste. Auch Tommy Widmanns Capuccinofahrten sind alles andere als Tourismuswerbung, je nach Grad der Subventionierung grenzen sie an Aufruf zur Ausbeutung.

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