heimat BBP Jahresversammlung 2013

Auszüge der Rede von Klaus Vontavon, speziell proALTvor betreffend, wie immer in beiden Sprachen alternierend, ohne direkte Übersetzung.

130523-mgv-9815Zu den wichtigsten Tätigkeiten im letzten Jahr gehört unser offener Brief an den Bürgermeister mit dem Titel »Nachdenken statt Gasgeben« der das Seilbahnprojekt zum Gegenstand hatte. Wir hatten uns im Vorstand durchaus kontrovers mit diesem Thema auseinandergesetzt und uns aber in mehreren Sitzungen zu einer eindeutigen Haltung durchgerungen: Nein zur Seilbahn vom Bahnhof!
Nel direttivo in più sedute abbiamo deciso un netto No alla funivia con partenza della stazione.
Alla fine dell’anno 2012 ci siamo uniti alle due iniziative contro la funivia, una »pro Alt« – motivata più di motivi estetici ed economici e l’altra dei sorvolati. Tutti e tre ci siamo uniti nella iniziativa proAltvor — proposte alternative per Bressanone — alternative Vorschläge für Brixen.

130523-mgv_6657Ein Dank geht hier an Bruno Rosso, der in selbstlosem Einsatz gegen diese sinnlose Seilbahn ankämpft und an unsere Mitglieder.
An der Wand finden sie die Blog-Adresse. Bitte schreiben sie Ihre Meinung, kommentieren sie die Artikel; bilden sie mit uns eine große Gruppe die gegen dieses Wahnsinnsprojekt opponiert. Li alla parete trovate l‘indirizzo del nostro Blog contro la funivia, consultatelo, per favore, scrivete la Vostra opinione e le vostre idee.

In 4 kurzen Sätzen möchte ich unsere Meinung zum Seilbahnprojekt ausdrücken:

  • diese Seilbahn zum Ploseberg ohne Haltestellen dazwischen ist als  öffentliches Verkehrsmittel für die einheimische Bevölkerung ungeeignet;
  • öffentliche Gelder werden in ein Projekt investiert, das nur bedingt dem Gemeinwohl zugute kommt;
  • eine Seilbahn, die Brixen über die Häuser hinweg von Westen nach Osten überquert, ist ästhetisch und urbanistisch nicht vertretbar;
  • die Kosten für Bau und Betrieb sind in Zeiten der Krise nicht zu verantworten.

Ein Riss geht durch Brixen, er geht quer durch alle Parteien, das haben auch die Verursacher gemerkt. Es geht um 2 verschiedene Vorstellungen von Stadt und Landschaft.
Auf der einen Seite stehen bestimmte Wirtschaftskreise, vor allem aus dem Tourismus und den Werbebetrieben drum herum, die die Stadt als Ihre Spielwiese sehen und sie zu einem Eventbetrieb und zu einer Showbühne umbauen wollen. Die Seilbahn interessiert sie nicht wirklich als Transportmittel sondern als ein Imageprodukt, mit dem sie werben können.
Auf der anderen Seite stehen wir Bürger, die in dieser Stadt, in dieser Gemeinde leben und sie behutsam, auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten weiterentwickeln wollen. wir sehen unsere Stadt eingebettet in ein gemeinsames Umfeld und da müssten wir z.B. die Riggertalschleife der Eisenbahn einer Seilbahn, die nur dem Tourismus dient, vorziehen.

Una crepa separa i cittadini di questa città; gli uni vogliono costruirsi una città a misura dei propri affari, e stanno di nuovo mettendo in discussione il progetto per il giardino vescovile, vogliono ridurre il verde pubblico e le acque del lido e vogliono costruire una funivia spettacolare che gli servirebbe come immagine della città.
Gli obiettivi principali del nostro lavoro in quest anno saranno proprio la lotta conto la funivia ed una seria discussione sul futuro del lido.

Abbiamo bisogno di soldi anche per la lotta contro la funivia; nei prossimi mesi dovremmo stampare dei depliant informativi, dovremmo organizzare delle serate informative. Aiutateci per favore. Helft uns bitte!

Ich möchte mit ein paar Gedankensplitter diesen Rückblick abschließen:
Vor einigen Wochen habe ich in der Zeitung von der Gründung einer neuen Umweltschutzgruppe irgendwo in Südtirol gelesen. Die Hauptaussage: »wir wollen keine Neinsager sein« hat mich zum Nachdenken angeregt.

Während im privaten Bereich die Psychologen uns lehren „Nein“ zu sagen sind die Nein-Sager in der Öffentlichkeit verpönt. Aber stellen sie sich bitte eine Gesellschaft ohne Nein-Sager vor, stellen sie sich bitte eine Umweltschutzgruppe vor die nicht „Nein“ sagt, wenn z.B ein Biotop, oder ein Naherholungsgebiet zerstört werden soll.
Wir hätten schon viel früher Nein sagen sollen zum sinnlosen Errichten von Gebäuden, die dann als Ruinen auch in der Brixner Industriezone herumstehen, wir hätten entschiedener Nein sagen sollen zum BBT und dafür die Einführung einer LKW-Maut auf der Brennerautobahn fordern sollen.

Ich bin jedenfalls gerne ein Nein-Sager, vor allem dann, wenn ich das Für und Wieder gegeneinander abgewogen habe.

Ho parlato del bastian contrario come figura negativa nella percezioni della gente.
Ma in quale società vivremmo senza uomini che osano dire di „NO“. Sarebbe una dittatura di coloro che gestiscono l‘opinione pubblica, di coloro che hanno i soldi.

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