Die unheiligen B.

Lange Zeit schien es fast so, als würde sich die mächtigen Athesia-Medien aus dem Disput heraushalten. Nicht, dass wir gut behandelt wurden, es fielen ein paar Absätze auch für uns ab, oft begleitet von größeren Gegenbeiträgen. In den letzten 10 Tagen ging es dann Schlag auf Schlag, mit den Höhepunkten von Freitag, Samstag und Sontag in der Zett.

Diesen Schwung konnten sie nicht so schnell bremsen, waren doch sicher schon die Siegesartikel fertig. Nach ein paar Tagen Siegeslorbeeren, wären dann wieder Artikel für die allgemeine Leserschaft gekommen, die ja Zeitungskäufer, Abonnenten und Angehörige von Verstorbenen und zukünftig Sterbenden sind und etwas bei Laune gehalten werden wollen.stolvaStellvertretend für die Artikelserien des letzten Wochenendes – wir werden sie zur Gemeinderatswahl wieder präsentieren -. zeige ich an diesem einfachen Beispiel mit 3 Sätzen, von denen nur einer stimmt, der wichtigste aber fehlt, die Manipulationsmechanismen:

  1. Wir sind nicht Gegner einer Seilbahn, sondern gegen eine Seilbahn vom Bahnhof aus.
  2. Hauchdünn wäre ein angemessenes Adjektiv für folgenden fehlenden Satz gewesen: Die Option Seilbahn vom Bahnhof aus hat hauchdünn das notwendige Quorum von 25% verfehlt.
  3. Ausgehend von 9893 gültigen Stimmen (=100%) hat
    die Option Seilbahn vom Bahnhof aus 43,06 % der gültigen Stimmen erhalten
    die Option bessere Busverbindung   50,64 %
    die Option aktuelle Situation beibehalten 6,30%
  4. Die Gegner der Seilbahnanbindung, aber nur vom Bahnhof aus, haben zusammen 5633 (56,94 %) Stimmen, das sind immerhin 1373 mehr als die Probahnhofler.
  5. Der einzige korrekte Satz ist der letzte mit der Spaltung, die jeder vorhersehen konnte und die auch vorhanden gewesen wäre, wenn die Seilbahn von Bahnhof aus das Quorum erreicht und knapp gewonnen hätte – wie der Hinweis auf die Bischofsstadt, nicht falsch, aber irrelevant.

Korrekte Information und Journalismus stelle ich mir anders vor.

 

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2 thoughts on “Die unheiligen B.

  1. helmuth60plus

    Vernunft hat sich gegen den Mammon und seine Poit-Marionetten durchgesetzt. Zudem ist der massive Beschuss der Athesia-Presse und des (un?)abhängigen “Brixner” nach hinten losgegangen. Selbsbewusste Bürger tolerieren keine unverschämte Waschmittelwerbung, sie wollen informiert werden.
    Nach diesem Ergebnis kann, nach den Gemeinderatswahlen im nächsten Jahr, eine vernünftige, mehrheitsfähige Planung der Seilbahn beginnen (zusammen mit einem “aufgeräumten” Gemeinderat, den ein Brixner Pro-Seilbahn-Journalist fordert. siehe salto.bz vom 22.09.2014)

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  2. gorgias

    Es ist erstaunlich wie man versucht Diskussionen über alternative Standorte zu unterdrücken. Sowohl die Dolomiten der letzten beiden Tage als nun auch die Tageszeitung stimmen nun im Abgesang Brixen ein und für Pürgstaller steht die Diskussion über Alternativen außer Frage.

    Genau jetzt ist es notwendig keine Zeit verstreichen zu lassen und erneut Kräfte zu sammeln um proaktiv eine offene Diskussion über alternative Standpunkte anzustoßen. Die Befürworter des Standortes am Bahnhof wollen jetzt Zeit verstreichen zu lassen um erneut diesen durchzudrücken.

    Und am Ende noch Kongratulation an proALTvor die Taktik von Teile und Herrsche der Fragestelltung mit einer Wahlempfehlung zu unterwanden.

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